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Dosierautomat für Lösungsmittel in einem chemischen Betrieb

Die Anzeige- und Mengeneinstellwerke haben alle eine Überset­zung 1:1 und unterscheiden sich nur in der Skalenbeschriftung (Umlaufwert). Die Einheit des Umlaufwerts ist gleich der Skalen­beschriftung. Der Umlaufwert wird von einem zum Messwerk ge­hörenden, getrennten Untersetzungswerk gebildet. Sie sind normalerweise mit dem Messwerk zu einer Einheit – dem Zähler – zusammengebaut. Da die Anzeige- und Mengeneinstellwerke aber häufig auch getrennt von den Messwerken aufgestellt wer­den, z. B. in einer zentralen Warte, sind sie auch als Einzelgeräte lieferbar.

Alle Anzeige- und Mengeneinstellwerke haben einen einheitli­chen Befestigungsflansch, der auf alle Messwerke und Zusatz­bausteine passt. Die Anzeige- und Mengeneinstellwerke können in vier – jeweils 90° um die Verbindungslinie Anzeige-(Mengen­einstell-)werk/Messwerk gedrehten – Stel­lungen aufgebaut werden.

Lieferbar sind:

Zeigerwerke

Es stehen 2 Typen zur Auswahl.

Ein nicht rückstellbares Einfachzeigerwerk mit 5-stelligem Zahlenrollenwerk: Ein Umlauf des Zeigers entspricht dem Weiterrücken der am schnellsten umlaufenden Rolle des Zahlenrollenwerks um eine Ziffer. Ermittlung von Einzelmengen aus der Differenz zweier Ablesungen.

Ein rückstellbares Doppelzeigerwerk mit nicht rückstellbarem, 5-stelligem Rollensummierwerk:
Der kleine Zeiger zeigt die vollen Umlaufwerte des großen Zeigers an. Ein Umlauf des großen Zeigers entspricht einer Umdrehung der schnellsten Rolle des Summierwerks.

Mengeneinstellwerk

4-stelliges Voreinstellwerk mit rückstellbarem, 6-stelligem Zah­lenrollenwerk.
Durch die Teilstriche auf der fünften Zahlenrolle ist eine exakte Anzeige möglich. Der Teilstrichwert wird bei Beendigung des Abfüllvorgangs durch Betätigung des Bedienhebels auf die sechste Zahlenrolle (Teilstrichdekade) übertragen und gleich­zeitig werden alle Zahlenrollen genau ausgerichtet.
Dies garantiert eine optimale Ablesbarkeit. Die grün/rote Zu­standsanzeige zeigt die Funktionsbereitschaft des Mengenzäh­lers an.
Ein nicht rückstellbares, 8-stelliges Summierwerk addiert fortlau­fend sämtliche Abgabemengen (Kontrollfunktion).

Das Mengeneinstellwerk kann einzeln mit elektrischen Signalgebern für getrennte Absperrventile oder mit einem mechanischen Absperrventil an den Zähler ge­baut werden.

Mit der letztgenannten Ausführung – dem Dosierautomat – kann eine beliebige Messstoffmenge vorgewählt und selbsttätig ab­gefüllt werden, ohne dass eine zusätzliche Hilfsenergie erforder­lich ist. Dabei wird vor der Abfüllung am Einstellwerk die abzugebende Menge eingestellt. Das Zahlenrollenwerk steht auf Null. Nach Öffnen des Absperrventils beginnt die Abfüllung. Das Einstellwerk läuft rückwärts gegen Null, das Zahlenrollen­werk vorwärts. Ist die eingestellte Menge nahezu erreicht, setzt eine selbsttätige, stufenweise Drosselung des Durchflusses bis auf etwa 15 % des Anfangswertes ein. Bei Erreichen der ein­gestellten Menge schließt das Ventil vollständig.

In Notfällen kann der Abfüllvorgang durch Drücken einer Stopp­taste unterbrochen werden.

Oft ist es erforderlich, das Ventil räumlich getrennt von dem Mengeneinstellwerk anzuordnen. Dann müssen die Ein- und Ausschaltbewegungen des Mengeneinstellwerks mit einem Steuergerät und einer Hilfskraft auf das Ventil übertragen wer­den.

Trockeneinrichtung

Mengeneinstellwerke werden grundsätzlich mit einer Trocken­einrichtung geliefert. Diese besteht aus einer Trockenkammer und einer auswechselbaren Trockenpatrone. Die Trockenpa­trone enthält Silikagel.

Sobald Feuchtigkeit aufgenommen wird, verändert sich der Farbton des Silikagels von blau nach rosarot. Diese Farbtönung zeigt den Sättigungsgrad der Trockenpatrone.

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Mengeneinstellwerk mit herausgenommener Trockenpatrone