Alle Stromrelais können wahlweise direktmessend oder über Wandler angeschlossen werden.
Die Ausführungen 5TT6 113 bis 5TT6 120 können mit getrenntem N-Potential angeschlossen werden.
Stromrelais sind keine Schutzschaltgeräte für Leitungen. Sie schalten mit einer Verzögerung im ms-Bereich.
Unabhängig vom eingestellten Messbereich und eingestellten Messwert können Stromrelais bis 15 A bzw. 20 A dauernd überlastet werden; für 3 s sogar bis 20 A bzw. 30 A.
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Geräteübersicht |
5TT6 111 |
5TT6 112 |
5TT6 113 |
5TT6 114 |
5TT6 115 |
5TT6 120 |
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Unterstrom |
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-- |
✓ |
-- |
✓ |
✓ |
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Überstrom |
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✓ |
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✓ |
✓ |
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1-phasig |
✓ |
✓ |
✓ |
✓ |
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3-phasig |
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Getrenntes N-Potential |
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Messbereiche |
Brücke |
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0,1 ... 1 A |
Z1 – Z2 |
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✓ |
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0,5 ... 5 A |
Z1 – Z3 |
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✓ |
✓ |
✓ |
✓ |
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1 ... 10 A |
Z1 – Z4 |
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✓ |
✓ |
✓ |
✓ |
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1,5 ... 15 A |
Z1 – Z3 – Z4 |
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über Brücke programmierbar |
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✓ |
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Kontakt |
1 Wechsler |
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✓ |
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2 Wechsler |
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In Flugschneisen sind hohe Gebäude mit Positionsbeleuchtung auszurüsten. Für die Überwachung dieser Beleuchtungen und auch für Rollfeldbeleuchtungen gelten die gleichen Planungshinweise wie bei der Überwachung von Notbeleuchtungen.
Notbeleuchtungen nach DIN VDE 0108 müssen in regelmäßigen Abständen auf ihre Funktion überprüft werden. Mit Hilfe der Stromrelais wird der Betriebsstrom dauernd überwacht. Dabei ist es unerheblich, ob diese Beleuchtung in die allgemeine Beleuchtung integriert ist oder nur bei Bedarf mit Notstrom eingespeist wird.
Das Stromrelais wird so eingestellt, dass es bei dem max. Lampenstrom einschaltet. Fällt eine Glühlampe aus, so wird ein Fehler gemeldet.
Mit einer frühen Warnung kann ein Fehler behoben werden, bevor der Motor sich erwärmt und der Leistungsschalter den Motor abschaltet.
Stromrelais sichern zuverlässig die Überwachung von fehlerfrei laufenden Motoren und sind für einige Anwendungsfälle funktionsgerechter als ein Spannungsrelais, das mehr für den Motorschutz ausgelegt ist.
Harte Gegenstände in Förderschnecken, z. B. in Kläranlagen, führen häufig zur Blockade der Fördereinrichtung. Entsprechend eingestellt meldet das Stromrelais über sein(e) Kontakt(e), dass eine gefährliche Situation eingetreten ist und der Motor zu blockieren droht.
Ähnlich wie bei Fördervorgängen führen Veränderungen von Viskositäten zur Überlastung von Motoren.
Durch die Stromüberwachung des Hauptmotors (Hubmotors) wird sichergestellt, dass die elektrische Haltebremse erst gelöst wird, wenn der Hauptmotor in Betrieb ist und die Last gehalten wird.
Zur Arbeitssicherheit zum Schutz vor massiver Staubentwicklung muss sichergestellt sein, dass die Staubabsaugung fehlerfrei arbeitet, bevor eine Säge oder Schleifmaschine eingeschaltet wird.
Stromrelais haben eine Hysterese von ca. 4 %. Die kleinste Lampe darf 8 % vom eingestellten Messbereich nicht überschreiten.
Beispiel: 12 Lampen à 100 W = 1200 W entsprechen einem Strom von ca. 5,2 A. Fällt eine Lampe aus, so sinkt der Strom um 0,4 A. Diese 0,4 A entsprechen 8 % vom eingestellten Messwert 5,2 A.
Die Reaktionszeit der Fehlermeldung ergibt sich aus der „Einstellbaren Schaltverzögerung“ (siehe Technische Daten) und einer Zusatzverzögerung, die aus dem momentanen Strom und dem Einstellwert ermittelt wird.
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F |
Anzug |
Abfall |
|---|---|---|
|
ms |
ms |
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1 |
10 |
250 |
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2 |
70 |
70 |
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5 |
120 |
30 |
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10 |
180 |
15 |
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20 |
220 |
10 |
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30 |
240 |
12 |
F = Iist/IMess
I ist : Momentan fließender Strom
I Mess : Eingestellte zu messende Stromschaltschwelle
Anzug: Beim Überstromrelais schließt der Kontakt 11 – 14 (21 – 24) zur Fehlermeldung, wenn der momentan fließende Strom höher ist als die Schaltschwelle. Das Relais zieht an.
Abfall: Beim Unterstromrelais schließt der Kontakt 11 – 12 (21 – 22) zur Fehlermeldung, wenn der momentan fließende Strom geringer ist als die Schaltschwelle. Das Relais fällt ab.
Abweichend von allen anderen Stromrelais wird eine Fehlermeldung immer über den Kontakt 11 – 14 (21 – 24) gegeben. Eine Unterscheidung, ob es eine Unter- oder Überstrommeldung ist, geben die roten LEDs.